Ich bin in einem besonderen Bereich tätig und meine Teamis (Teamies = Teammember) sind ebenfalls besonders. Sie sind bei jedem Sitting, ob telefonisch oder persönlich, an meiner Seite und oft schneller auf ihren Plätzen als ich fertig für das Sitting. Die beiden Teamies lieben unsere Besucher aus der geistigen Welt und natürlich auch die aus der irdischen. Ich bin überzeugt letztere haben die besseren Kartten, verteilen sie doch die beliebten Streicheleinheiten immer großzügig.

Das ist mein Tamino. Er wurde 2004 geboren, wo, Nobody knows. 2005 zog er als einjähriger Jungspund ein, begleitete drei Teenie-Kinder durch ihre Sturm-, Zicken- und Selbstfindungszeit. Man kann durchaus sagen er ist Sturm erprobt, tröstetauglich und nervenfest. Heute ist er 13 Jahre alt und lässt alles etwas ruhiger angehen. Er weiß seinen Arbeitsplatz, den bequemsten Fernsehsessel des Hauses mit warmer Auflage, sehr zu schätzen. Telefonkunden kennen seine sonore Stimme, wenn er unbedingt ankündigen musste das da irgendetwas meldepflichtiges ist. Mich irritiert das, seit Jahren kämpfe ich gegen seine allgemein bekannte Terriertaubheit, mehr oder weniger erfolgreich. Menschen die ihr Leben mit einem Terrier teilen wissen wovon ich hier schreibe.

Tamino ist grundsätzlich der erste im Arbeitsplatzkorb, wenn ein Termin mit Spirit anliegt. Ich werde das Gefühl nicht los, dass er eine geheime Standleitung hat, von der ich nichts weiß. Er begleitet meinen Weg schon so viele Jahre und freut sich immer über jeden der zur Tür hereinkommt und ihn begrüßt. Jeder der einen persönlichen Termin hier bucht, bucht automatisch auch den Herrn Terrier mit und darf nur auf dem Sofa Platz nehmen, nicht auf dem Fernsehsessel mit Liegefunktion.

Menschen die sich vor Hunden fürchten bleibt der Telefontermin. Es gibt keinen Termin ohne Team.