Was passiert nach dem Tod?
Diese Frage beschäftigt Menschen vermutlich, seit wir uns unserer eigenen Sterblichkeit bewusst sind. Religionen geben darauf unterschiedliche Antworten, Menschen berichten von Nahtoderfahrungen und auch in medialen Kommunikationen finden sich immer wieder Schilderungen Verstorbener darüber, wie sie ihren Tod und die Zeit danach erlebt haben.
Eine dieser Kommunikationen ist die von Amelia.
Amelia erzählt nicht von einer Nahtoderfahrung. Sie berichtet nicht davon, dem Tod nahe gewesen und anschließend wieder in ihren Körper zurückgekehrt zu sein. In der medialen Kommunikation spricht sie als Verstorbene über ihren Tod und darüber, was sie anschließend wahrgenommen und erlebt hat.
Was ihren Bericht für mich besonders interessant macht: Amelia scheint zunächst selbst nicht zu verstehen, was mit ihr geschehen ist.
Das, was sie nach ihrem Tod erlebt, entspricht nicht dem, was sie zu Lebzeiten erwartet hatte.
Wer ist Amelia?
Ich kann Dir über Amelia nur das erzählen, was sie selbst in dieser Kommunikation über sich mitgeteilt hat.
Sie beschreibt sich als junge Frau aus British Columbia in Kanada und berichtet, dass sie bei einem Schiffsunglück ertrunken sei.
Überprüft habe ich ihre Identität nicht. Auch deshalb möchte ich aus ihrer Geschichte heute nicht mehr machen, als sie ist: eine mediale Kommunikation mit einer mir unbekannten Verstorbenen.
Und genau das macht diese alten Aufnahmen für mich heute noch interessant.
Es ging bei diesen Sitzungen nicht darum, eine bestimmte verstorbene Person zu kontaktieren oder vorher Informationen über sie zu sammeln. Menschen aus der geistigen Welt kamen zu Wort und erzählten von sich und ihren Erfahrungen.
Amelia war eine von ihnen.
Woher stammt die Aufnahme von Amelia?
Die Kommunikation mit Amelia stammt aus einer früheren Phase meiner medialen Entwicklung.
Seit 2014 saß ich regelmäßig gemeinsam mit meiner Tochter montags und donnerstags von 20 bis 21 Uhr für die mediale Entwicklung und die Arbeit mit der geistigen Welt. Viele dieser Sitzungen habe ich damals aufgenommen. Dadurch ist über die Jahre ein Archiv mit Originalaufnahmen dieser Kommunikationen entstanden. Auch die Kommunikation mit Arthur Willis, die Du hier im Blog findest, stammt aus dieser Zeit.
Auch Amelias Kommunikation wurde aufgezeichnet.
Die Originalaufnahme ist in englischer Sprache. Amelia spricht dabei durch mich als Medium. Der deutsche Text, den Du zu dieser Aufnahme lesen kannst, ist meine Übersetzung der englischen Kommunikation.
Wenn ich diese alten Aufnahmen heute veröffentliche, verändere ich ihre Aussagen nicht nachträglich, damit sie zu meinen heutigen Vorstellungen passen. Sie sind Zeitdokumente meiner damaligen medialen Arbeit.
Gerade deshalb finde ich es spannend, sie noch einmal anzuhören und mit dem Abstand vieler Jahre zu betrachten.
Amelias Erfahrung nach ihrem Tod
Der Übergang nach dem Schiffsunglück
Amelia berichtet, dass sie bei einem Schiffsunglück ins Wasser geriet und ertrank.
Doch ihre nächste bewusste Wahrnehmung ist nicht mehr das Wasser.
Sie beschreibt, wie sie sich plötzlich in einer Landschaft wiederfindet. Für sie selbst scheint zunächst keineswegs selbstverständlich zu sein, dass sie gestorben ist. Statt einer klaren Erkenntnis – Jetzt bin ich tot und befinde mich im Jenseits – erleben wir in ihrer Erzählung zunächst Verwirrung und Orientierungslosigkeit.
Das finde ich bemerkenswert.
Denn wenn wir über ein mögliches Leben nach dem Tod nachdenken, stellen wir es uns häufig wie einen eindeutigen Schnitt vor: Hier endet das körperliche Leben – und dort beginnt etwas vollkommen anderes.
Amelias Bericht wirkt anders.
Ihr Erleben scheint weiterzugehen.
Eine Welt, mit der sie nicht gerechnet hatte
Amelia beschreibt eine Umgebung, die sie wahrnehmen und erkunden kann: Landschaft, Wege und Häuser.
Besonders eindrücklich ist ihre Beschreibung des Lichtes.
Gleichzeitig wird immer deutlicher, dass diese Umgebung nicht dem entspricht, was Amelia aufgrund ihrer religiösen Vorstellungen nach ihrem Tod erwartet hatte.
Sie hatte offenbar eine ganz andere Vorstellung davon, was nach dem Sterben geschehen würde.
Und nun befindet sie sich in einer Wirklichkeit, die nicht dazu passt.
Das wirft für mich eine spannende Frage auf:
Was geschieht mit unseren Vorstellungen vom Tod, wenn die Erfahrung selbst vollkommen anders ist?
Vielleicht nehmen wir unsere Überzeugungen, Erwartungen und unser Verständnis zunächst mit. Vielleicht braucht es auch nach dem körperlichen Tod Orientierung und die Erkenntnis, dass die Wirklichkeit größer sein könnte als das Bild, das wir uns zu Lebzeiten von ihr gemacht haben.
Amelia jedenfalls beschreibt keinen Zustand des Schlafes und kein Warten auf einen späteren Zeitpunkt.
Sie erlebt sich selbst.
Sie nimmt ihre Umgebung wahr.
Und sie begegnet anderen.
Begegnungen nach dem Tod
Im weiteren Verlauf ihrer Erzählung begegnet Amelia einem älteren Mann, der ihr hilft, sich in dieser unbekannten Situation zurechtzufinden.
Später kommt es zu einer für sie sehr persönlichen Begegnung: Sie trifft ihre bereits verstorbene Großmutter.
Damit verändert sich etwas.
Aus einer vollkommen fremden Umgebung wird eine Wirklichkeit, in der es plötzlich etwas Vertrautes gibt.
Gerade diese Entwicklung finde ich an Amelias Erzählung interessant. Sie beschreibt den Tod nicht als einen Augenblick, in dem ihr schlagartig alles erklärt wird und sämtliche Fragen verschwinden.
Stattdessen erzählt sie von einem Prozess.
Von Verwirrung.
Von Wahrnehmung.
Von Begegnungen.
Und von zunehmender Orientierung.
Was an Amelias Bericht besonders interessant ist
Wenn ich Amelias Kommunikation heute mit Abstand betrachte, sind es für mich vor allem drei Aspekte, die darin auffallen.
Der erste ist die Kontinuität ihres Bewusstseins.
In ihrer Erzählung endet mit dem körperlichen Tod nicht ihr Erleben. Amelia nimmt sich weiterhin als diejenige wahr, die sie zuvor gewesen ist. Sie beobachtet, denkt, wundert sich und versucht zu verstehen, was um sie herum geschieht.
Der zweite Aspekt ist die Orientierung nach dem Tod.
Amelia scheint nicht sofort zu wissen, wo sie ist und was sie erlebt. Andere helfen ihr dabei, ihre neue Situation zu verstehen.
Und der dritte Punkt ist vielleicht der spannendste:
Ihre Erfahrung entspricht nicht ihren Erwartungen.
Amelia bringt Vorstellungen darüber mit, was nach dem Tod geschehen müsste. Doch das, was sie erlebt, passt nicht dazu.
Für mich steckt darin eine interessante Frage, die weit über Amelias Geschichte hinausgeht:
Wie viel von dem, was wir über den Tod zu wissen glauben, sind Vorstellungen, die wir während unseres Lebens entwickelt oder übernommen haben?
Und was wäre, wenn die Erfahrung selbst ganz anders ist?
Ist Amelias Erfahrung ein Beweis für ein Leben nach dem Tod?
Nein – und als solchen möchte ich ihre Geschichte auch nicht darstellen.
Eine mediale Kommunikation ist kein wissenschaftlicher Beweis für das Weiterbestehen des Bewusstseins nach dem körperlichen Tod.
Ich halte es für wichtig, diese Grenze klar zu benennen.
Gleichzeitig bedeutet das für mich nicht, dass solche Erfahrungen deshalb bedeutungslos sind.
Ich habe über viele Jahre mediale Kommunikationen erlebt und aufgezeichnet. Amelia ist eine davon. Sie erzählt ihre Geschichte aus ihrer Perspektive und beschreibt das, was sie nach eigener Aussage erlebt hat.
Du darfst selbst entscheiden, wie Du diesen Bericht für Dich einordnest.
Vielleicht siehst Du darin einen Hinweis darauf, dass Bewusstsein unabhängig vom Körper weiterbestehen könnte. Vielleicht interessiert Dich vor allem, wie Verstorbene in medialen Kommunikationen ihre Erfahrungen beschreiben. Vielleicht begegnest Du dem Ganzen auch mit Skepsis.
All das darf sein.
Mir geht es nicht darum, Dir vorzuschreiben, was Du über das Leben nach dem Tod glauben sollst.
Ich möchte Dir diese alten Kommunikationen zugänglich machen und Dich selbst hören und lesen lassen, was darin erzählt wurde.
Was bleibt von Amelias Geschichte?
Vielleicht ist gerade das Unfertige an Amelias Bericht so interessant.
Sie liefert uns keine Landkarte des Jenseits. Sie erklärt nicht allgemeingültig, was jeder Mensch nach seinem Tod erleben wird.
Sie erzählt von ihrer Erfahrung.
Von einem Tod, nach dem ihr Bewusstsein aus ihrer Sicht nicht einfach endet.
Von einer zunächst fremden Umgebung.
Von Verwirrung und Orientierung.
Von Begegnungen mit anderen Verstorbenen.
Und von der Erkenntnis, dass das, was sie erlebt, anders ist als das, was sie zu Lebzeiten über den Tod angenommen hatte.
Damit führt uns Amelia am Ende wieder zu der Frage zurück, mit der wir begonnen haben:
Was passiert nach dem Tod?
Vielleicht können einzelne Berichte wie der von Amelia diese Frage nicht endgültig beantworten.
Aber sie können uns dazu bringen, unsere Vorstellungen davon zu hinterfragen, was Bewusstsein ist – und ob das Ende unseres körperlichen Lebens tatsächlich auch das Ende unseres Erlebens sein muss.
🎧 Originalaufnahme anhören
Die folgende Audioaufnahme entstand während einer medialen Sitzung. Neben meiner Stimme ist gegebenenfalls auch die Stimme meiner Tochter zu hören. Sie ist mit der Veröffentlichung dieser Aufnahme einverstanden. Die Aufnahme enthält keine persönlichen Beratungsthemen, sondern ausschließlich die Kommunikation und die Inhalte, die während dieser Sitzung aus der geistigen Welt vermittelt wurden.
Die Kommunikation mit Amelia erfolgte auf Englisch.
Deutsche Übersetzung zum Mitlesen
Damit Du die englische Originalaufnahme leichter verfolgen kannst, habe ich die Kommunikation ins Deutsche übersetzt.



