Arthur war 18 Jahre alt, als er bei einem Motorradunfall starb. Er beschreibt sich selbst als jungen, lebhaften Menschen, der Abenteuer liebte und gerne ausprobierte, wie weit er gehen konnte.
An dem Tag seines Todes fuhr er viel zu schnell.
Seine Fahrt endete mit dem Zusammenstoß mit einem Lastwagen. Arthur wurde von seinem Motorrad geschleudert und prallte schließlich gegen einen Baum.
Was er anschließend schildert, ist jedoch nicht mehr der Unfall selbst.
Arthur erzählt davon, wie er plötzlich neben seinem eigenen Körper stand – und zunächst überhaupt nicht verstand, was geschehen war.
„Aber ich stehe doch hier“
Arthur sah seinen Körper im Gras liegen. Er beobachtete die Menschen, die nach ihm suchten und sich um seinen schwer verletzten Körper kümmerten.
Für ihn war die Situation vollkommen unverständlich.
Er selbst empfand sich nicht als verschwunden. Er fühlte sich anwesend und versuchte den Menschen deutlich zu machen, dass es ihm gut ging.
Doch niemand reagierte auf ihn.
Er konnte die Aufregung und den Schock der Menschen wahrnehmen, aber sie konnten ihn offenbar weder sehen noch hören.
Gleichzeitig sah Arthur seinen eigenen Körper vor sich.
Dieser Widerspruch scheint ihn in seiner Erzählung noch immer zu beschäftigen. Er wiederholt mehrmals, wie verwirrend es für ihn war, dort zu stehen und gleichzeitig seinen Körper auf dem Boden liegen zu sehen.
Plötzlich war alles verschwunden
Dann veränderte sich Arthurs Wahrnehmung.
Der Unfallort verschwand.
Sein Körper war nicht mehr da. Die Menschen waren fort. Auch die Landschaft, in der der Unfall geschehen war, konnte er nicht mehr sehen.
Um ihn herum schien zunächst nur noch Grau zu sein.
Arthur beschreibt es anschließend so, als würde er durch einen Nebel gehen.
Nach und nach erschien eine andere Landschaft.
Er sah Häuser, die ihm völlig unbekannt waren, und fragte sich, wie er dorthin gekommen war. Noch immer beschäftigte ihn, wo sein Motorrad geblieben war, wo die Menschen vom Unfallort waren – und vor allem, was mit seinem Körper geschehen war.
Eine Stimme im Nebel
In dieser Situation hörte Arthur plötzlich eine Stimme.
Sie beruhigte ihn und sagte ihm, er solle sich keine Sorgen machen.
Als Arthur sich umdrehte, sah er einen älteren Mann. Er beschreibt ihn als freundlich und ruhig und erzählt, dass er unmittelbar das Gefühl hatte, diesem Mann vertrauen zu können.
Der ältere Mann begann Arthur zu erklären, was geschehen war.
Arthur sei gestorben.
Und die Welt, in der er sich nun befand, sei die Welt, in der er jetzt weiterleben würde.
Für Arthur war diese Vorstellung vollkommen neu.
Zu Lebzeiten hatte er sich nach eigener Aussage überhaupt nicht damit beschäftigt, ob ein Mensch nach dem Tod seines Körpers weiterexistieren könnte.
Nun stand er mitten in einer Erfahrung, die mit allem kollidierte, was er bis dahin für möglich gehalten hatte.
Tee und Scones nach dem Tod
Eine der ungewöhnlichsten und gleichzeitig menschlichsten Stellen in Arthurs Erzählung folgt kurz darauf.
Der ältere Mann nahm ihn mit in sein Haus.
Dort setzten sich die beiden zusammen, tranken Tee und aßen Scones.
Arthur beschreibt ein kleines Haus voller unterschiedlichster Gegenstände: Uhren, Schränke und Dinge, die der ältere Mann offenbar gesammelt hatte.
Der Mann erklärte ihm nach und nach, dass Arthur nicht in seinen alten Körper zurückkehren könne. Dieser sei durch den Unfall so schwer beschädigt worden, dass sein bisheriges körperliches Leben beendet sei.
Das war offenbar der Punkt, an dem Arthur langsam verstand, was mit ihm geschehen war.
Er musste nicht mehr versuchen, zum Unfallort oder zu seinem Körper zurückzukehren.
Sein Leben, so wie er es bisher gekannt hatte, war vorbei.
Nach Arthurs Schilderung bedeutete das jedoch nicht, dass auch sein eigenes Erleben aufgehört hatte.
Die Begegnung mit seiner Großmutter
Später brachte der ältere Mann Arthur zu seinen Verwandten.
Dort begegnete Arthur seiner Großmutter.
Die beiden hatten sich zu Lebzeiten nie kennengelernt. Trotzdem beschreibt Arthur diese Begegnung als selbstverständlich und liebevoll.
Seine Großmutter begrüßte ihn, nahm ihn in die Arme und vermittelte ihm, dass er sich in seiner neuen Umgebung zurechtfinden werde.
Damit beginnt für Arthur offenbar ein neuer Abschnitt.
Die anfängliche Verwirrung tritt langsam in den Hintergrund. Stattdessen beginnt er, die Welt, in der er sich nun erlebt, kennenzulernen.
Arthur möchte seine Eltern erreichen
Während Arthur selbst zunehmend mit seiner neuen Situation zurechtkommt, beschäftigt ihn etwas anderes sehr:
seine Familie.
Vor allem seine Mutter.
Arthur erzählt, dass er versucht habe, zu seinen Eltern zurückzukehren und ihnen Trost zu geben.
Doch genau das sei schwierig.
Er könne seine Mutter wahrnehmen und höre sie über ihn sprechen. Sie könne ihn jedoch nicht hören.
Arthur beschreibt, dass Verstorbene seiner Wahrnehmung nach versuchen könnten, Gefühle zu vermitteln. Ob ein lebender Mensch diese wahrnimmt, sei jedoch etwas anderes.
Besonders belastet ihn, dass seine Mutter nicht an ein Leben nach dem Tod glaubt.
Er erlebt, wie sehr sie um ihren Sohn trauert, und würde ihr gerne mitteilen, dass es ihm gut geht.
Aber er erreicht sie nicht so, wie er es sich wünscht.
Und genau das ist einer der wenigen Punkte, an denen der sonst so lebhaft und fast unbekümmert erzählende Arthur traurig wird.
Warum Arthur unbedingt erzählen wollte
Arthur erklärt gegen Ende der Kommunikation selbst, warum er so viel und so schnell erzählt.
Er freut sich über die Möglichkeit, Menschen auf der Erde von seinen Erfahrungen berichten zu können.
Er möchte ihnen vermitteln, dass der Tod nach seiner Erfahrung nicht das Ende des eigenen Erlebens bedeutet.
Arthur beschreibt die Welt, in der er sich nun wahrnimmt, als einen Ort mit vielen Möglichkeiten. Er spricht davon, lernen zu können, sich anders auszudrücken und Dinge zu erleben, die durch das körperliche Leben zuvor begrenzt gewesen seien.
Dabei bleibt Arthur auch am Ende seiner Erzählung unverkennbar Arthur.
Lebhaft, begeistert und ein wenig ungeduldig.
Er erzählt selbst, dass er wahrscheinlich etwas zu schnell gesprochen habe, weil er unbedingt alles unterbringen wollte.
Schließlich wird ihm offenbar signalisiert, dass er langsam zum Ende kommen müsse.
Fast nebenbei fällt ihm dann noch etwas Wesentliches ein:
Er hat noch gar nicht richtig gesagt, wer er ist.
Sein Name sei Arthur gewesen. Er sei der jüngste von drei Brüdern gewesen – und immer derjenige, der das Abenteuer liebte.
Und vielleicht, so sagt er zum Abschied, bekomme er irgendwann noch einmal Gelegenheit, zurückzukommen und weiterzuerzählen.
Eine persönliche Schilderung über das Leben nach dem Tod
Arthurs Kommunikation gehört zu einer Reihe historischer Aufnahmen, in denen sich uns persönlich unbekannte Verstorbene zu Wort meldeten und von ihren Erfahrungen nach ihrem Tod erzählten.
Ich veröffentliche diese Aufnahmen nicht als Beweis dafür, wie das Leben nach dem Tod grundsätzlich aussehen muss.
Sie sind persönliche Schilderungen der jeweiligen Kommunikatoren.
Arthur ist nicht der einzige Verstorbene aus diesem alten Archiv, der von seinen ersten Erfahrungen nach dem Tod erzählt. Auch Amelia beschreibt, wie sie zunächst nicht versteht, dass sie gestorben ist und sich in einer ihr unbekannten Umgebung wiederfindet.
Einen ganz anderen Übergang schildert Arthur Willis. Er berichtet davon, friedlich eingeschlafen und anschließend in einer anderen Wirklichkeit erwacht zu sein.
Auch John Westwick erzählt in einer weiteren historischen Kommunikation von seinen Wahrnehmungen nach dem körperlichen Tod.
Gerade deshalb finde ich sie interessant.
Bei Arthur fällt besonders auf, wie unmittelbar und lebendig er erzählt. Seine Verwirrung nach dem Unfall, der Moment, in dem er seinen eigenen Körper sieht, die unbekannte Landschaft, der ältere Mann, Tee und Scones, seine Großmutter und schließlich die Sorge um seine Mutter ergeben keine theoretische Beschreibung des Todes.
Es ist Arthurs Geschichte.
Und Du kannst Dir selbst anhören, wie er sie erzählt.
🎧 Originalaufnahme anhören
Die folgende Audioaufnahme entstand während einer medialen Sitzung. Neben meiner Stimme ist gegebenenfalls auch die Stimme meiner Tochter zu hören. Sie ist mit der Veröffentlichung dieser Aufnahme einverstanden. Die Aufnahme enthält keine persönlichen Beratungsthemen, sondern ausschließlich die Kommunikation und die Inhalte, die während dieser Sitzung aus der geistigen Welt vermittelt wurden.
Die Kommunikation mit Arthur erfolgte auf Englisch.
Deutsche Übersetzung zum Mitlesen
Damit Du die englische Originalaufnahme leichter verfolgen kannst, habe ich die Kommunikation ins Deutsche übersetzt.



