Eigentlich hattest Du Dich schon entschieden.
Du willst etwas verändern.
Vielleicht ist es Dein Arbeitsplatz. Du denkst schon länger darüber nach, zu gehen. Nicht wegen eines einzelnen schlechten Tages. Die gibt es überall. Sondern weil Du seit Monaten merkst, dass etwas für Dich nicht mehr stimmt.
Du hast darüber nachgedacht, was für einen Wechsel spricht. Du hast Stellenanzeigen angesehen, vielleicht sogar schon mit jemandem gesprochen.
Und irgendwann denkst Du:
Ja. Ich mache das.
Das hält ungefähr bis zu dem Moment, in dem sich ein anderer Gedanke meldet:
Und wenn ich kündige und hinterher merke, dass es ein Fehler war?
Schon ist sie wieder da, die ganze Mannschaft.
Was, wenn das neue Gehalt am Ende doch nicht reicht?
Was, wenn die Aufgaben ganz anders sind, als Du sie Dir vorgestellt hast?
Was, wenn die neuen Kollegen schwierig sind?
Was, wenn Du nach sechs Monaten feststellst, dass Du Dich dort genauso unwohl fühlst?
Also denkst Du noch einmal nach.
Schließlich willst Du keine leichtfertige Entscheidung treffen. Es geht um Deine Arbeit, Dein Einkommen und einen ziemlich großen Teil Deines Alltags.
Vernünftig also.
Nur wird aus dem vernünftigen Nachdenken irgendwann etwas anderes.
Denn jedes Mal, wenn Du eine Frage beantwortet hast, taucht die nächste auf.
Und hinter ihr wartet zuverlässig noch eine.
Bis Du irgendwann gar nicht mehr versuchst herauszufinden, ob ein Wechsel für Dich sinnvoll ist.
Du versuchst etwas ganz anderes:
Du möchtest sicher sein, dass Du Deine Entscheidung später nicht bereuen wirst.
Und genau da wird es schwierig.
Die eine Sicherheit, die Dir niemand geben kann
Nehmen wir an, das Gehalt macht Dir Sorgen.
Das kannst Du klären.
Du kannst ausrechnen, was Du brauchst. Du kannst nach dem konkreten Gehalt fragen, Sonderzahlungen prüfen und schauen, welche Kosten sich durch einen Wechsel verändern würden.
Danach weißt Du mehr.
Auch bei den Aufgaben kannst Du nachhaken. Wie sieht ein normaler Arbeitstag aus? Was wird tatsächlich von Dir erwartet? Wie groß ist das Team?
Wieder etwas geklärt.
Aber dann bleibt dieser Satz:
Was, wenn ich nach einem halben Jahr merke, dass ich mich falsch entschieden habe?
Und jetzt wird es unangenehm.
Denn dafür gibt es keine Auskunftsstelle.
Du kannst ein Unternehmen prüfen. Du kannst Fragen stellen, Zahlen vergleichen und Bedingungen aushandeln.
Du kannst nur nicht heute schon wissen, wie Du Dich dort in einem Jahr fühlen wirst.
Genau diese beiden Dinge werfen wir bei schwierigen Entscheidungen gern in einen Topf:
Das, was wir noch nicht wissen.
Und:
Das, was wir heute gar nicht wissen können.
Das klingt ähnlich.
Ist aber ein gewaltiger Unterschied.
Was genau macht Dir eigentlich Angst?
Der Satz
„Ich habe Angst, die falsche Entscheidung zu treffen“
klingt zunächst ziemlich eindeutig.
Nur kann man mit ihm kaum etwas anfangen.
Was wäre denn konkret das Schlimme daran?
Beim Arbeitsplatz könnte es heißen:
Ich habe Angst, finanziell schlechter dazustehen.
Oder:
Ich fürchte, dass ich meine jetzige Sicherheit aufgebe und sie nicht zurückbekomme.
Vielleicht ist es auch:
Ich habe Angst, dass ich mir hinterher selbst Vorwürfe mache.
Oder:
Was, wenn ich mich auf die neue Stelle freue und dann feststelle, dass sie überhaupt nicht zu mir passt?
Das sind völlig unterschiedliche Sorgen.
Und plötzlich ist aus diesem riesigen Paket namens „falsche Entscheidung“ etwas geworden, das man genauer anschauen kann.
Bei der einen Sorge fehlt vielleicht tatsächlich noch eine Information.
Bei der nächsten brauchst Du ein Gespräch.
Und bei einer dritten wirst Du feststellen: Die kann Dir heute niemand aus der Welt schaffen.
Das ist nicht unbedingt die Antwort, die man sich wünscht.
Aber wenigstens weißt Du jetzt, womit Du es zu tun hast.
Was kannst Du noch klären – und was bleibt unsicher?
Wenn Du gerade selbst vor einer Entscheidung stehst, kannst Du Dir drei Fragen stellen:
Wovor habe ich konkret Angst?
Nicht nur: Ich will keinen Fehler machen.
Was genau befürchtest Du?
Was davon kann ich noch klären?
Fehlt eine Zahl? Eine Information? Ein Gespräch? Eine Vertragsbedingung? Die Haltung eines anderen Menschen? Eine fachliche Einschätzung?
Dann hast Du etwas, das Du tatsächlich tun kannst.
Und schließlich:
Was kann ich nicht vollständig absichern, weil es von der Zukunft abhängt?
Das ist der unbequemste Teil.
Aber auch der, der Dich möglicherweise seit Wochen beschäftigt, obwohl Du längst alles geprüft hast, was sich prüfen lässt.
Wenn Du Dich eher darin wiedererkennst, dass Du Deine Argumente schon unzählige Male sortiert hast und trotzdem immer wieder am selben Punkt landest, findest Du dazu in meinem Artikel „Warum kann ich mich nicht entscheiden? Wenn Nachdenken nicht hilft“ eine ausführlichere Vertiefung.
Denn irgendwann bringt eine weitere Runde Nachdenken keine neue Information mehr.
Sie macht nur müde.
Und was, wenn Du Dich tatsächlich irgendwann ärgerst?
Das ist vermutlich die Frage, die niemand besonders gern anschaut.
Nehmen wir an, Du wechselst wirklich den Arbeitsplatz.
Ein Jahr später gibt es Probleme.
Vielleicht ist etwas anders gelaufen, als Du gehofft hattest. Vielleicht nervt Dich etwas gewaltig. Vielleicht denkst Du sogar:
Warum bin ich bloß gegangen?
Bedeutet das automatisch, dass Deine damalige Entscheidung falsch war?
Nein.
Denn inzwischen kennst Du etwas, das Du zum Zeitpunkt Deiner Entscheidung noch nicht kanntest:
das tatsächliche Leben nach Deiner Entscheidung.
Über die andere Möglichkeit weißt Du das nicht.
Wenn Du geblieben wärst, hätte sich vielleicht alles zum Guten entwickelt.
Vielleicht aber auch nicht.
Vielleicht wäre genau das passiert, weshalb Du überhaupt über einen Wechsel nachgedacht hast.
Du wirst es nie erfahren.
Und damit passiert etwas ziemlich Gemeines:
Du vergleichst die Schwierigkeiten Deiner wirklichen Entscheidung mit einer vorgestellten Version des Weges, den Du nicht genommen hast.
Und die Vorstellung hat einen kleinen Vorteil.
Sie muss sich nicht mit der Wirklichkeit herumschlagen.
Da gibt es keine unerwarteten Kollegen, keinen schlechten Dienstagmorgen, keine veränderten Umstände und keinen Moment, in dem man denkt: Na großartig.
Der nicht gewählte Weg kann im Rückblick deshalb erstaunlich makellos aussehen.
Das macht ihn aber noch lange nicht zum besseren Weg.
Spätere Reue macht Deine damalige Entscheidung nicht automatisch falsch
Vielleicht weißt Du in drei Jahren etwas, das Du heute unmöglich wissen kannst.
Vielleicht haben sich Menschen verändert.
Vielleicht hat sich Deine Lebenssituation verändert.
Vielleicht tritt etwas ein, das heute überhaupt nicht absehbar ist.
Und vielleicht hat Deine Entscheidung tatsächlich Nachteile.
Auch das darf sein.
Eine verantwortungsvolle Entscheidung ist nicht automatisch eine Entscheidung ohne Nachteile.
Sonst wären viele schwierige Entscheidungen ausgesprochen einfach.
Die sinnvollere Frage ist deshalb nicht:
„Kann ich garantieren, dass ich diese Entscheidung niemals bereuen werde?“
Sondern eher:
„Habe ich heute die wesentlichen Informationen, habe ich die realistischen Folgen betrachtet – und kann ich meine Entscheidung auf dieser Grundlage vor mir selbst vertreten?“
Damit verschiebt sich etwas.
Du versuchst nicht mehr, die Zukunft wasserdicht zu machen.
Du versuchst, heute vernünftig zu entscheiden.
Wenn Dich dabei zusätzlich die spirituelle Frage beschäftigt, ob bestimmte Wege im Leben bereits festgelegt sind und wie das mit eigenen Entscheidungen zusammenpasst, habe ich das in „Seelenplan verstehen: Lebensaufgaben, freier Wille und persönliche Entwicklung“ ausführlicher beschrieben.
Vielleicht musst Du heute noch gar keine Entscheidung treffen
Angenommen, Du stellst bei Deinen drei Fragen fest:
Eigentlich hängt für mich sehr viel davon ab, ob ich meine Arbeitszeit verändern könnte.
Dann musst Du heute nicht entscheiden, ob Du kündigst.
Du musst erst einmal herausfinden, ob eine andere Arbeitszeit überhaupt möglich ist.
Das ist wesentlich unspektakulärer als eine große Lebensentscheidung.
Zum Glück.
Vielleicht brauchst Du ein Gespräch.
Eine konkrete Zahl.
Eine Information.
Oder Du musst Dir eingestehen, dass die Antwort auf eine bestimmte Zukunftsfrage schlicht nicht zu bekommen ist.
Auch das bringt Dich weiter.
Denn jetzt stehst Du nicht mehr vor diesem riesigen:
Bleiben oder gehen?
Du weißt, was Dein nächster Schritt ist.
Aber was ist, wenn Du genau das alles längst gemacht hast?
Wenn eigentlich alles auf dem Tisch liegt – und Du trotzdem nicht weiterkommst
Du kennst die Fakten.
Du hast Gespräche geführt.
Du hast die realistischen Folgen betrachtet.
Du weißt sogar, welche Unsicherheit sich nicht beseitigen lässt.
Und trotzdem sitzt Du vor Deinen beiden Möglichkeiten und merkst:
Irgendetwas hält mich hier fest.
Dann bringt die nächste Pro-und-Contra-Liste vermutlich wenig.
Interessanter wird eine andere Frage:
Was beeinflusst meinen Blick auf diese Entscheidung, das ich selbst gerade nicht erkenne?
Vielleicht bewertest Du einen möglichen Verlust sehr stark und eine eigene Fähigkeit gleichzeitig ziemlich klein.
Vielleicht spielt eine frühere Erfahrung hinein.
Vielleicht hältst Du etwas längst für gegeben, das gar nicht so feststeht.
Oder es gibt einen Zusammenhang, den Du aus Deiner eigenen Position schlicht nicht siehst.
Nicht, weil Du nicht gründlich genug nachgedacht hast.
Du stehst nur mitten in Deinem eigenen Thema.
Und von dort sieht man nun einmal nicht alles.
Wenn eine andere Perspektive etwas sichtbar macht
Ich benutze dafür gern das Bild einer Stadt.
Wenn Du mitten darin stehst, siehst Du Deine Straße, die nächste Kreuzung und vielleicht noch ein Stück dahinter.
Aus einer höheren Perspektive sieht man zusätzlich, wo Straßen zusammenlaufen, wo eine Sackgasse beginnt und welche Verbindung von Deinem Standort aus gar nicht zu erkennen ist.
Das heißt nicht, dass jemand von oben bestimmen sollte, welche Straße Du nehmen musst.
Laufen musst Du immer noch selbst.
Aber ein größerer Überblick kann verändern, wie Du Deine Möglichkeiten beurteilst.
Und genau an diesem Punkt kann eine mediale Beratung mit Aset eine zusätzliche Perspektive sein.
Aset ist mein Guide aus der geistigen Welt. In der Beratung sprichst Du direkt mit ihm, während er durch mich spricht.
Dabei geht es bei einer Entscheidung nicht darum, dass Aset sagt:
„Nimm Möglichkeit A.“
Und auch nicht darum, Dir eine sichere Zukunft vorherzusagen.
Du kannst mit ihm genau dort hinschauen, wo Du selbst nicht weiterkommst. Du kannst nachfragen, widersprechen, einen Punkt vertiefen oder sagen, wenn Du etwas anders siehst oder nicht verstehst.
Dabei können Zusammenhänge, Hindernisse, eigene Fähigkeiten oder Möglichkeiten deutlicher werden, die Deinen Blick auf die Entscheidung beeinflussen.
Was Du daraus machst, bleibt bei Dir.
Aset entscheidet nicht für Dich. Du entscheidest.
Wenn Du wissen möchtest, wie eine mediale Beratung mit Aset konkret abläuft, was Dich dort erwartet und mit welchen Anliegen Du kommen kannst, findest Du auf der Beratungsseite alle Informationen.
Vielleicht brauchst Du keine endgültige Antwort
Vielleicht sitzt Du gerade selbst vor einer Entscheidung und wünschst Dir vor allem eines:
Endlich sicher sein.
Verständlich.
Nur ist Sicherheit über die Zukunft etwas, das selbst die gründlichste Pro-und-Contra-Liste nicht herstellen kann.
Du kannst stattdessen etwas anderes tun.
Du kannst herausfinden, wovor Du konkret Angst hast.
Du kannst klären, was sich tatsächlich noch klären lässt.
Und Du kannst erkennen, wo Du versuchst, eine Antwort auf etwas zu bekommen, das heute noch niemand wissen kann.
Dann ist Deine Entscheidung vielleicht immer noch nicht leicht.
Aber sie ist nicht mehr dieses riesige, unübersichtliche Ding, das Du irgendwie vollständig lösen musst.
Vielleicht brauchst Du heute nur ein Gespräch.
Eine Zahl.
Eine Information.
Oder den Mut, eine Unsicherheit dort stehen zu lassen, wo sie hingehört: in der Zukunft.
Und dann kannst Du Dir eine viel kleinere Frage stellen:
Was brauche ich jetzt noch, damit ich selbst entscheiden und meinen nächsten Schritt gehen kann?
Manchmal beginnt genau dort wieder Bewegung.



