Wie läuft ein Jenseitskontakt bei einem Medium ab?

von Sabine Stoick | Okt. 31, 2026 | Medialität & Wahrnehmung

Eine Frau sitzt aufmerksam an einem Tisch gegenüber einem leeren Stuhl, der symbolisch für einen Jenseitskontakt steht.

Du möchtest einen Jenseitskontakt erleben, weißt aber nicht so recht, was Dich bei einer solchen Sitzung erwartet?

Vielleicht wünschst Du Dir, noch einmal etwas von einem verstorbenen Menschen zu hören. Vielleicht bist Du einfach neugierig, wie ein Medium arbeitet. Und möglicherweise hast Du auch schon den gut gemeinten Rat bekommen: „Pass bloß auf, dass Du nichts verrätst!“

Da kann man schon ein bisschen unsicher werden.

Muss ich vorher etwas erzählen? Woher weiß ich, wer sich meldet? Und was passiert, wenn ich mit einer Information überhaupt nichts anfangen kann?

Ich erzähle Dir, wie ein Jenseitskontakt bei mir abläuft, wie ich meine Informationen wahrnehme und weshalb eine solche Sitzung manchmal ganz anders verläuft, als man es erwartet hat.

Wie beginnt Dein Jenseitskontakt mit mir?

Zunächst einmal ganz unspektakulär. Wir begrüßen uns und unterhalten uns ein wenig. Ganz egal, ob Du persönlich bei mir sitzt oder wir uns online begegnen.

Mir ist wichtig, dass Du erst einmal ankommen kannst. Vielleicht bist Du aufgeregt, vielleicht hast Du Fragen oder weißt überhaupt nicht, was gleich passieren wird. Dafür haben wir am Anfang Zeit.

Ich erkläre Dir auch, dass ich keinerlei Vorinformationen über den Verstorbenen benötige. Du musst mir weder einen Namen nennen noch erzählen, wie die Person gestorben ist oder was sie zu Lebzeiten gemacht hat.

Je weniger ich vorher weiß, desto unbefangener kann ich meine Wahrnehmungen weitergeben.

Außerdem erkläre ich Dir, dass sich nicht immer die Person meldet, die Du Dir erhoffst. Manchmal nehme ich zunächst einen anderen Verstorbenen wahr. Es kann auch vorkommen, dass sich Deine gewünschte Kontaktperson während dieser Sitzung nicht meldet.

Dann besprechen wir noch, wie wir während des Kontakts miteinander kommunizieren. Wenn ich Dir etwas beschreibe, werde ich zwischendurch fragen, ob Du damit etwas anfangen kannst. Ein einfaches Ja, Nein oder „Ich weiß noch nicht“ genügt vollkommen.

Anschließend brauche ich einen kleinen Moment, um mich auf die geistige Welt einzustimmen. Und dann kann es auch schon losgehen.

Wie nehme ich Verstorbene wahr und woran kannst Du sie erkennen?

Mein stärkster medialer Sinn ist die Hellhörigkeit. Das bedeutet, dass ich Informationen vor allem auf diesem Weg empfange.

Ich sehe Verstorbene deshalb nicht unbedingt so deutlich, wie ich Dich sehen würde, wenn Du mir gegenübersitzt. Manchmal kann ich das Aussehen oder bestimmte Gesichtszüge beschreiben. Manchmal bekomme ich auch einen Namen. Aber längst nicht immer.

Was ich meistens ziemlich schnell erfasse, ist die Persönlichkeit.

War jemand zurückhaltend oder ausgesprochen gesprächig? Hatte er einen besonderen Humor? Wie war seine Art, sich auszudrücken?

Solche Eigenheiten können für Dich manchmal viel aussagekräftiger sein als eine Beschreibung von Haarfarbe oder Gesichtszügen.

Ich erinnere mich an eine Übungssitzung, bei der ich plötzlich einen regelrechten Lachanfall bekam. Ich konnte mich kaum einkriegen, musste immer wieder lachen, pustete und gackerte vor mich hin und versuchte nebenbei, meine Informationen weiterzugeben.

Meine Gesprächspartnerin musste irgendwann mitlachen.

Nach ungefähr zehn Minuten hatte ich zusätzlich das Gefühl, eigentlich in einer anderen Sprache sprechen zu müssen.

Als ich ihr das sagte, antwortete sie: „Ich wusste die ganze Zeit schon, dass das mein Opa ist. Der hat auch immer so gelacht wie Du eben.“

Für sie war dieser Lachanfall ein unverkennbares Merkmal ihres Großvaters.

Solche Erlebnisse zeigen mir immer wieder, wie unterschiedlich sich die Persönlichkeit eines Verstorbenen in meiner Wahrnehmung ausdrücken kann.

Warum brauche ich Deine Rückmeldungen während des Kontakts?

Vielleicht hast Du schon einmal gehört, dass Du einem Medium bloß nichts verraten sollst. Keine Namen, keine Geschichten und möglichst auch keine Reaktionen zeigen.

Dass ich keine Vorinformationen möchte, stimmt. Aber während eines Jenseitskontakts ist es wichtig, dass Du mir Rückmeldungen gibst.

Ein Jenseitskontakt ist nach meinem Verständnis kein einseitiger Vorgang, bei dem ich Informationen empfange und Du einfach nur zuhörst. Es ist ein Austausch, auch auf energetischer Ebene.

Stell Dir vor, wir sind gemeinsam in einem Wald unterwegs. Solange wir wissen, dass wir auf dem richtigen Weg sind, gehen wir sicher weiter. Wenn wir dagegen irgendwo falsch abbiegen und immer unsicherer werden, fällt es zunehmend schwer, die Orientierung zu behalten.

Ähnlich erlebe ich es bei einem Jenseitskontakt.

Wenn Du eine Information wiedererkennst und mir das mit einem einfachen Ja bestätigst, gibt uns das Orientierung. Nach meiner Erfahrung kann auch die Person aus der geistigen Welt dadurch die Verbindung besser aufrechterhalten. Der Kontakt wird stabiler, die Informationen fließen und wir können gemeinsam weitergehen.

Wenn Du dagegen alles für Dich behältst, obwohl Du die Informationen erkennst, fehlt dieser Austausch. Das kann den Kontakt erheblich erschweren.

Deshalb frage ich zwischendurch: „Kannst Du damit etwas anfangen?“

Ein Ja, Nein oder „Ich weiß noch nicht“ genügt vollkommen. Du brauchst mir nichts zu erklären und sollst auch nichts bestätigen, was Du nicht wiedererkennst.

Bei einem Nein frage ich in meiner Wahrnehmung manchmal noch einmal nach weiteren Informationen. Vielleicht habe ich etwas nicht vollständig verstanden oder nicht die passenden Worte gefunden. Vielleicht kannst Du Dich auch gerade nicht erinnern. Und natürlich kann eine Wahrnehmung auch einmal nicht zutreffen.

Wenn wir nach mehreren Versuchen nicht weiterkommen, lasse ich die Information stehen und gehe zu etwas anderem über. Spätestens beim dritten Nein ist für mich Schluss mit diesem Punkt.

Ein Nein fühlt sich für mich manchmal an, als würde eine Tür zugehen. Es unterbricht meinen Wahrnehmungsfluss. Und für Dich ist es schließlich auch nicht angenehm, wenn wir uns immer wieder an derselben Aussage festbeißen.

Ich hatte einmal eine Sitzung, bei der der Kontakt unglaublich zäh verlief. Die Person, die ich aus der geistigen Welt wahrnahm, war nach meinem Eindruck schon zu Lebzeiten sehr verschlossen gewesen. Und meine Klientin reagierte auf fast alles ausgesprochen zurückhaltend.

Am Ende war ich ziemlich geschafft und fragte sie, ob sie denn wirklich so wenig mit meinen Informationen anfangen konnte.

Ihre Antwort überraschte mich: Doch, sie hatte sehr vieles wiedererkannt. Aber man hatte ihr ausdrücklich geraten, einem Medium bloß nichts zu verraten.

Da hatten wir also die ganze Zeit aneinander vorbeigearbeitet.

Deshalb ist mir diese Unterscheidung wichtig: Du sollst mir nichts vorsagen. Aber Du darfst ehrlich antworten. Und wenn etwas nicht passt, dann sagst Du eben Nein.

Musst Du an Jenseitskontakte glauben?

Nein. Du musst nicht fest davon überzeugt sein, dass ein Kontakt mit einem Verstorbenen möglich ist.

Du darfst neugierig sein, kritisch nachfragen und auch Zweifel haben. Ich erwarte nicht, dass Du Deinen gesunden Menschenverstand an der Garderobe abgibst.

Auch ein bisschen Aufregung ist völlig normal. Schließlich begegnen wir uns in einer Situation, die für Dich vielleicht vollkommen neu ist. Meistens legt sich diese Nervosität schon während unseres ersten Gesprächs.

Etwas anderes ist es allerdings, wenn Du Dich innerlich vollkommen verschließt.

Ich erlebe bei meiner Arbeit, dass die innere Haltung eines Menschen einen erheblichen Einfluss auf den Kontakt haben kann. Nach meinem spirituellen Verständnis spielen dabei die Energien beziehungsweise Schwingungen aller Beteiligten eine Rolle.

Starke Ängste oder eine grundsätzlich ablehnende Haltung können aus meiner Erfahrung einen Kontakt erschweren. Ich verstehe es so, dass auch die geistige Welt auf diese innere Verfassung reagiert.

Für mich gehört zu einem guten Jenseitskontakt deshalb auch die Bereitschaft, sich auf das einzulassen, was während der Sitzung geschieht.

Du musst dafür weder Deine Zweifel ablegen noch besonders spirituell sein. Es genügt, wenn Du offen und unvoreingenommen bleibst, auch wenn manches vielleicht anders verläuft, als Du es erwartet hast.

Kannst Du bestimmen, welcher Verstorbene sich meldet?

Du kannst Dir natürlich einen Kontakt zu einem bestimmten Menschen wünschen. Häufig ist genau das der Grund, weshalb jemand zu mir kommt.

Garantieren kann ich Dir allerdings nicht, dass sich ausgerechnet diese Person meldet.

Auch bestimmte Botschaften, Namen oder zuvor vereinbarte Zeichen lassen sich nicht bestellen.

Gerade bei solchen Zeichen kann es zu interessanten Missverständnissen kommen.

Ich erinnere mich an eine Sitzung, in der ich immer wieder einen Rosenstock mit roten Rosen wahrnahm. Ich erwähnte ihn mehrfach und versuchte herauszufinden, weshalb er so wichtig sein könnte.

Meine Klientin erklärte mir, dass die verstorbene Person kein besonderes Interesse an Gartenarbeit gehabt hatte. Also konnte sie mit meiner Vermutung zunächst wenig anfangen.

Später stellte sich heraus, dass sie auf ein ganz bestimmtes Schlüsselwort gewartet hatte, das zuvor mit der verstorbenen Person vereinbart worden war.

Dieses Wort lautete: „Rose“.

Den Rosenstock gab es tatsächlich im Garten. Aber weil ich immer wieder von einem Rosenstock sprach und meine Wahrnehmung mit Gartenarbeit in Verbindung brachte, erkannte meine Klientin darin nicht das erwartete Schlüsselwort.

Wir hatten gewissermaßen beide die Rose vor Augen und redeten trotzdem aneinander vorbei.

Für mich ist das ein schönes Beispiel dafür, dass eine mediale Wahrnehmung und ihre Interpretation zwei verschiedene Dinge sind.

Ich gebe weiter, was ich wahrnehme. Aber ich muss nicht immer sofort verstehen, was es bedeutet. Und mein Gegenüber kennt möglicherweise einen Zusammenhang, den ich überhaupt nicht kennen kann.

Deshalb ist es mir wichtig, keine bestimmten Ergebnisse zu versprechen.

Wie endet Dein Jenseitskontakt mit mir?

Ein Jenseitskontakt dauert bei mir ungefähr 45 Minuten.

Diese zeitliche Begrenzung hat sich aus meiner Erfahrung entwickelt. Nach etwa 40 bis 45 Minuten bemerke ich gewöhnlich, dass die Energie des Kontakts deutlich nachlässt.

Nach meinem spirituellen Verständnis ist es für Verstorbene nicht immer einfach, eine solche Verbindung längere Zeit aufrechtzuerhalten. Anders als ein Geistführer sind sie darin häufig nicht geübt, selbst wenn sie aus der geistigen Welt Unterstützung erhalten.

Auch bei meinen Klienten beobachte ich, dass nach dieser Zeit die Aufnahmefähigkeit oft nachlässt. So eine Sitzung kann schließlich ziemlich intensiv sein.

Wenn ich merke, dass der Kontakt seinem Ende entgegengeht, sage ich Dir das ganz einfach.

Du kannst Dich dann verabschieden. Viele Menschen möchten noch Danke sagen oder ein letztes Auf Wiedersehen. Ich verabschiede mich ebenfalls.

Wenn Du anschließend noch etwas besprechen möchtest, nehmen wir uns einen kurzen Moment dafür.

Viele meiner Klienten möchten nach der Sitzung allerdings erst einmal ihre Ruhe haben. Sie haben einiges gehört und erlebt und müssen das zunächst für sich sortieren.

Auch das ist vollkommen in Ordnung.

Ist ein Jenseitskontakt bei mir das Richtige für Dich?

Vielleicht wünschst Du Dir einen Kontakt zu einem verstorbenen Menschen, weil Du ihn vermisst, noch Fragen hast oder einfach neugierig bist, was bei einem Jenseitskontakt geschieht.

Ich kann Dir weder eine bestimmte Kontaktperson noch eine erhoffte Botschaft versprechen. Was ich Dir anbieten kann, ist meine langjährige Erfahrung als hellhöriges Medium und die Bereitschaft, meine Wahrnehmungen möglichst unverfälscht an Dich weiterzugeben.

Du darfst kritisch bleiben, Fragen stellen und auch Nein sagen. Wichtig ist mir, dass wir uns mit einer offenen Haltung begegnen und Du bereit bist, Dich auf diese Erfahrung einzulassen.

Wenn Du einen Jenseitskontakt bei mir erleben möchtest, findest Du auf meiner Angebotsseite alle Informationen und die Möglichkeit, einen Termin zu buchen.

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