Was bedeutet Trance-Medialität?
Wenn Menschen über Medialität sprechen, denken viele zuerst an Wahrnehmungen wie innere Bilder, Gefühle, Gedanken oder Botschaften aus der geistigen Welt.
Doch Medialität kann sich auf sehr unterschiedliche Weise zeigen.
Eine besondere Form ist die Trance-Medialität.
Dabei arbeitet ein Medium in einem veränderten Bewusstseinszustand. Die eigene Wahrnehmung und das eigene Bewusstsein verändern sich, sodass eine Kommunikation mit einem geistigen Kommunikationspartner möglich wird.
Dabei gibt es unterschiedliche Formen und Tiefen von Trance.
Nicht jede mediale Kommunikation findet im gleichen Bewusstseinszustand statt.
Bei manchen Formen bleibt das Bewusstsein des Mediums weitgehend präsent.
Bei einer Tieftrance tritt das persönliche Bewusstsein des Mediums hingegen sehr stark in den Hintergrund.
Genau diese Form der Medialität zeigt die Arbeit von Sue Odam.
Sue Odam – ein Tieftrancemedium mit langjähriger Erfahrung
Sue Odam arbeitet seit vielen Jahren als Tieftrancemedium.
Sie wird regelmäßig von Andreas Kallwitz nach Bremen eingeladen, um Seminare und Live-Demonstrationen zu geben.
Im November hatte ich gemeinsam mit Andreas die wunderbare Gelegenheit, Sue zu interviewen und dieses Gespräch für euch festzuhalten.
Als Übersetzerin durfte ich dabei helfen, die Inhalte für deutschsprachige Zuschauer zugänglich zu machen.
Was mich an dieser Arbeit immer wieder fasziniert, ist die Tiefe und Klarheit, mit der geistige Kommunikation über ein Medium vermittelt werden kann.
Wenn ein Guide durch ein Medium spricht
Bei einer Tieftrance-Medialität wie bei Sue Odam tritt das persönliche Bewusstsein des Mediums während der Kommunikation weit in den Hintergrund.
Der Guide arbeitet durch das Medium und nutzt dessen Körper und Stimme, um sich auszudrücken.
Sue selbst beschreibt ihre Arbeit mit ihren Guides, mit denen sie seit über 30 Jahren verbunden ist.
Zu ihren bekannten Kommunikationspartnern gehört unter anderem Atai, der Hauptguide, der durch sie spricht und seine Lehren mit einer besonderen Mischung aus Weisheit und Humor vermittelt.
Nach einer solchen Tieftrance-Sitzung hat Sue keine bewusste Erinnerung daran, was während der Kommunikation gesagt wurde.
Das unterscheidet diese Form deutlich von anderen Arten medialer Arbeit.
Unterschiedliche Wege der medialen Kommunikation
Medialität ist nicht gleich Medialität.
Es gibt verschiedene Wege, wie Menschen mit der geistigen Welt in Verbindung treten können.
Manche Medien empfangen Informationen bewusst über ihre Wahrnehmung.
Andere arbeiten mit einem veränderten Bewusstseinszustand, in dem die Kommunikation auf eine andere Weise stattfindet.
Eine Form ist nicht besser oder schlechter als eine andere.
Es handelt sich vielmehr um unterschiedliche Arten der Wahrnehmung und Zusammenarbeit.
Wichtig ist immer ein verantwortungsvoller Umgang mit der eigenen Medialität, Klarheit über die eigene Arbeitsweise und Respekt gegenüber den Menschen, die eine solche Kommunikation suchen.
Meine eigene Erfahrung mit einem veränderten Bewusstseinszustand
Auch meine Arbeit mit Aset findet in einem veränderten Bewusstseinszustand statt.
Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine Tieftrance, wie sie bei Sue Odam beschrieben wird.
Während der Kommunikation bleibt mein Wachbewusstsein teilweise erhalten.
Ich bekomme während der Sitzung mit, was geschieht, und bin in diesem Zustand weiterhin präsent.
Aset spricht direkt durch mich und führt die Kommunikation mit dem Menschen, der zu einer Beratung kommt.
Nach der Kommunikation erinnere ich mich jedoch nicht mehr an die Inhalte des Gesprächs.
Diese Form der Zusammenarbeit unterscheidet sich deshalb deutlich von einer Tieftrance, bei der das Bewusstsein des Mediums während der Kommunikation vollständig in den Hintergrund tritt.
Warum diese Unterschiede wichtig sind
Wenn Menschen beginnen, sich mit Medialität zu beschäftigen, begegnen ihnen viele unterschiedliche Begriffe.
Oft wird jede Form der Kommunikation mit der geistigen Welt als „Trance“ oder „Channeling“ bezeichnet.
Doch hinter diesen Begriffen können ganz unterschiedliche Erfahrungen stehen.
Ein verantwortungsvoller Umgang mit Medialität bedeutet deshalb auch, die eigene Arbeitsweise klar benennen zu können.
Es geht nicht darum, eine Form der Medialität über eine andere zu stellen.
Jede Form hat ihre eigene Besonderheit.
Bei einem Tieftrancemedium wie Sue Odam steht die direkte Kommunikation durch den Guide im Vordergrund, während das persönliche Bewusstsein des Mediums stark zurücktritt.
Bei meiner Arbeit mit Aset bleibt eine bewusste Präsenz bestehen, während gleichzeitig Raum für die Kommunikation über diesen veränderten Bewusstseinszustand entsteht.
Beides sind unterschiedliche Wege, wie mediale Kommunikation erfahren werden kann.
Die Bedeutung von Vertrauen und Verantwortung
Unabhängig davon, in welcher Form ein Medium arbeitet, sind bestimmte Grundlagen entscheidend.
Mediale Arbeit braucht:
- Klarheit über die eigene Wahrnehmung
- Respekt gegenüber den Menschen, die Unterstützung suchen
- Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Informationen
- die Bereitschaft zur eigenen Entwicklung
Ein Medium ist nicht die wichtigste Person in einer Kommunikation.
Im Mittelpunkt steht immer der Mensch, der eine Erfahrung machen oder Unterstützung erhalten möchte.
Die Aufgabe eines Mediums ist es nicht, Menschen abhängig zu machen oder Entscheidungen abzunehmen.
Es geht darum, einen Raum zu schaffen, in dem Wahrnehmung, Erkenntnis und persönliche Entwicklung möglich werden können.
Das Interview mit Sue Odam
Im Gespräch mit Sue Odam gibt sie Einblicke in ihre Arbeit als Tieftrancemedium und in die langjährige Zusammenarbeit mit ihren Guides.
Besonders spannend ist dabei zu erleben, wie sich eine solche Form der Kommunikation zeigt und welche Weisheit und Tiefe durch einen Guide vermittelt werden kann.
Ich freue mich sehr, dieses Interview mit euch teilen zu dürfen.

🎥 Interview mit Sue Odam und Andreas Kallwitz
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